"Opinions are like assholes - everybody has one."

Mittwoch, Oktober 11, 2006

Mein erstes Mal

Heute war ich zum ersten Mal Blut spenden. Im Katharinenhospital in Stuttgart, weil's da gutes Geld für den Lebenssaft gibt. Mit Simon, weil's Bluten dann mehr Freude macht.

Morgens relativ früh aufgestanden und deftig gefrühstückt in Form von zwei Spiegeleiern. Dazu noch große Mengen starken Espressos gekocht für nach dem Spenden, wegen dem Kreislauf und so. Dann zum Bahnhof und mit dem Zug nach Stuttgart rein. Formalitäten wie Blutspenderausweis und Voruntersuchung ("Wie fühlen Sie sich? Ihre Augen scheinen leicht gerötet zu sein..." - "Hab' net so viel geschlafen letzte Nacht." *g*) waren schnell erledigt.

Wie eigentlich immer vor dem Einstich irgendeiner Kanüle, hatte sich auch dieses Mal wieder eine eigenartige Spannung in mir aufgebaut. Und dann der schiere Anblick dieser fetten Kanüle selbst - OMG!!! Aber dank der fähigen Schwester bemerkte ich den Einstich kaum und das anfangs äußerst unangenehme Gefühl eines Fremdkörpers im eigenen Fleisch ließ sich nach ein paar Minuten auch zurückdrängen. Alles nur Psyche.

Soweit so gut.

Nach knapp zehn Minuten zog die Schwester mir die Kanüle wieder aus dem Arm und ein Halbliterbeutel war voll mit Blut gefüllt. Ich solle noch ein paar Minuten liegen bleiben, hieß es. Kein Kontra von meiner Seite. Ob ich ein Glas Cola möchte um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen? - Klar.

Doch dann!

Es wurde mir nach dem Aufsitzen schwarz vor Augen und ich legte mich wieder hin. Sofort wurde die Liege am Fußende hochgeklappt und man holte die Ärztin, nachdem bei der Messung des Blutdrucks zu niedrige Werte festgestellt worden waren. Abhilfe war schnell zur Hand: "Legen Sie ihm eine Infusion." - Oh nee! Nicht schon wieder ein Einstich! Dieses Mal machte sich die Ärztin an meinem anderen Arm zu schaffen und - wie auch sonst? - verfehlte beim ersten Einstich die Vene. Weh tat's auch noch. :o(
- Naja, der halbe Liter Kochsalzlösung war recht schnell in mir drin und so konnte ich nach etwa 20 Minuten mit Simon in den Vesperraum und dort eine Stärkung zu mir nehmen. Dort trafen wir eine Kommilitonin von ihm und unterhielten uns noch ein wenig mit ihr. Kurz darauf holten wir uns die 25 Euro von der "Rezeption" und schlenderten noch etwas durch die Stadt...

Spuren dieses Tages: Zwei schöne Verbände an beiden Armen (Bahnhof Zoo lässt grüßen...) und die Erkenntnis, dass es mehr als ok ist, Geld für's Blutspenden zu bekommen.

Freitag, Oktober 06, 2006

Prüfung!!!

Gestern Nachmittag hatte ich eine mündliche Prüfung. Lineare Algebra I & II. Ich dachte, ich wäre gut vorbereitet gewesen - doch ich hatte die Rechnung ohne mich gemacht. Was war bloß los mit mir? Totale Blockade, nervös bis zum äußersten, fast schon panisch. Selbst meine Prüferin und Dozentin meinte, dass sie mehr als nur einmal den Eindruck hatte, dass ich es doch können müsste...

- Naja. Um es kurz zu machen: Ich habe trotzdem bestanden. Und ich bin sowas von erleichtert. Fr. Werner, meine Dozentin, hatte wirklich bis zum Schluss eine Engelsgeduld und klapperte im Prinzip alle Themen ab, sodass ich genug Wissen demonstrieren konnte, dass es zum Durchkommen reichte.

Wenn man an gewisse Stories denkt, die man von anderen Professoren gehört hat, ist so eine Einstellung nicht unbedingt selbstverständlich. Aber sie sagte hinterher auch selbst, dass sie es als eine Pflicht der Prüfer sieht, festzustellen, was ein Prüfling weiß und nicht, was er nicht weiß. Wenn doch alle Prüfer so nett und verständnisvoll wären...